Die Basis für den Erfolg im Internet beginnt mit gründlicher Recherche und Vorarbeit. Es bedarf einiger Erfahrung und Fachwissens, um bereits in der Planungsphase eines e-Commerce Projektes alles so vorzubereiten, dass es später Geld und Erfolg bringt. Ein maßgeschneidertes Konzept sollte vorliegen, noch ehe sich Grafiker, Texter und Programmierer an die Arbeit machen.
Dazu gehört eine Recherche des Mitbewerbs, die Auswahl der richtigen Suchbegriffe und optimalen Domainnamen, wie auch bereits im Vorfeld die Planung und Budgetierung für die späteren Promotionsmaßnahmen. Ebenso wichtig sind die Inhalte und Botschaften eines kommerziellen Webauftrittes, die Benutzerfreundlichkeit, die einfache Funktion von Webshops und all die vielen kleinen Details die, falls übersehen, sich später fatal auswirken können.
Ist die Seite dann fertig und ins Netz gestellt, so ist das genau genommen erst der Anfang, denn nun soll sie ja auch gefunden, häufig besucht und das Angebot genutzt werden. Es muss also die Arbeit der "Webpromotion" beginnen, denn sonst werden sich die wirtschaftlichen Erwartungen des Projektes kaum erfüllen.
Es gibt mehrere Wege auf denen Besucher eine Webseite finden können:
- Über Suchmaschinen (auch SE genannt, vom engl.: "Search Engine")
- Durch Links von anderen Webseiten
- durch "konventionelle" Werbung in diversen Medien und auf Ihren Drucksorten
- durch Mundpropaganda oder Empfehlung
Die Wichtigkeit und Wirkung konventioneller Werbung hängt stark von Produkt, Zielgruppe und Markt bzw. Einzugsgebiet ab. Je lokaler der Markt und die Zielgruppe, desto besser wird konventionelle Werbung und Mundpropaganda wirken, je größer der Markt und internationaler die Zielgruppe, desto wichtiger werden die Suchmaschinen und somit die Webpromotion.
Zieht man in Betracht, dass etwa 70% aller Transaktionen im Internet-Handel aus einer Anfrage bei Suchmaschinen entstehen, so sollte man einer guten Platzierung in Suchmaschinen schon einige Energie und Aufmerksamkeit widmen. Und auch die Kosten dafür nicht scheuen.
Glaubt man den Analysen, sehen mehr als 80% der Surfer nur die ersten 3 Seiten von Suchergebnissen an. Weiter hinten gelistet zu sein bringt also wenig bis nichts.
Wie erreicht man aber eine gute Platzierung in Suchmaschinen?
Gleich vorweg, es ist weder ganz einfach, noch ganz billig. Suchmaschinenoptimierung (SEO = Search Engine Optimizing) ist ein Prozess, der niemals abgeschlossen ist. Natürlich sollte bereits die Erstversion eines Auftrittes optimal für das Ranking (Bewertung und Positionierung) in den Suchmaschinen programmiert sein. Doch die Erfahrung zeigt, dass während des laufenden Betriebs ständige Anpassungen und Optimierungen für den Erfolg maßgeblich sind.
In der Webpromotion gibt es mehrere unterschiedliche Strategien, die alle den gleichen Zweck erfüllen, nämlich mehr Besucher und mehr Umsatz. Meist empfiehlt es sich, mehr als nur eine Strategie dafür einzusetzen. Eine der wichtigsten:
SE Promotion mit professionellen Techniken
Für eine gute Platzierung (Ranking) ist es zunächst einmal wichtig zu wissen, wie Suchmaschinen arbeiten. Stellen Sie sich eine Suchmaschine einfach als einen riesigen Karteikasten vor, der rund um die Uhr mit seinen Robotern das Internet durchforstet und von jeder Seite die er findet eine Karteikarte anlegt. Jje nachdem, was der Roboter auf die Karte schreibt, wird diese dann entweder ganz vorne oder weiter hinten eingeordnet, bei einzelnen oder mehreren Stichworten bzw. Suchbegriffen.
Ausschlaggebend ist also, was der Roboter auf einer Seite vorfindet, um es in seine "Karteikarte" eintragen zu können. Allerdings beschäftigen sich nur die wenigsten Webdesigner oder Agenturen gründlicher mit solchen Dingen, daher müssten die meisten Webseiten eigentlich nochmals gründlich überarbeitet werden, um überhaupt eine Chance auf eine gute Position zu haben.
Es hat zwar jede Suchmaschine ihr eigenes System, doch heutzutage ist Google das Maß aller Dinge und legt die Kriterien fest, nach denen eine Seite beurteilt und gelistet wird. Dazu gehören unter anderem Faktoren wie die Linkpopularität (wie viele Links verweisen auf Ihre Seite), die Suchbegriffe (Keywords) und deren Häufigkeit auf der Seite (Keyword Density), der Pagerank (den Google vergibt), der Titel der Seite, die Domain, die Aktualität, etc. etc.
Zu bedenken ist auch, dass Suchmaschinen ihre Systeme häufig ändern und dass es daher keine "letztendliche Weisheit" zum "Überlisten" der Suchmaschinen gibt. Derartigen Versprechungen und Programmen gegenüber sollte man eher skeptisch sein. Die Praxis hat immer gezeigt, dass es nur mit laufender intensiver Arbeit und ständigem technischen „up-to-date-sein“ möglich ist, sich erfolgreich auf guten Positionen zu halten.
Dafür gibt es eine weitere wirksame Methode, die man wo immer möglich einsetzen sollte.
Zubringerseiten
Ein wichtiger Grundsatz für die Suchmaschinen könnte lauten: Die Menge macht’s. Mit einer „Hauptseite“ oder Shop alleine kann man zwar durchaus eine gute Platzierung erreichen, doch Suchmaschinen legen ziemlich viel Willkür und unergründliche Verhaltensweisen an den Tag. Und so kann diese Seite plötzlich von der guten Position oder überhaupt aus dem Index weg sein. Was dann?
Zubringerseiten (Doorwaypages) sind für Suchmaschinen bestens optimierte eigenständige Seiten, die unter verschiedenen Domains online gestellt werden und mehrere nützliche Zwecke erfüllen. Sie bringen die „Menge“ in den Suchmaschinen, also mehrere Treffer bei einem bestimmten Suchbegriff, die vielleicht den Mitbewerb etwas verdrängen und mehr Besucher auf die Hauptseite bringen.
Sie stellen einen gewissen Sicherheitsfaktor dar, falls die Hauptseite einmal ihre Position verliert und sie können durch Verlinkung untereinander die wichtige „Linkpopularität“ steigern. Und noch einige nützliche Dinge mehr.
Die meisten erfolgreichen e-Business Projekte arbeiten mit solchen Systemen, mit 20, 50 ja bis zu 100 derartigen Zubringerseiten.
Bannerwerbung und Links von anderen Seiten
Einen ähnlichen Effekt haben Banner oder Werbeeinschaltungen, die auf andere verwandte Themenseiten oder stark besuchte Seiten gestellt werden und zusätzliche Besucher bringen. Anders als beim „Pay per Click“ in den Suchmaschinen sind hierfür aber meist stolze Monatsmieten auf guten Werbeplätzen zu bezahlen. Und es besteht keine Garantie, dass ein Banner auch die entsprechenden Besucher bringt. Man sollte also zunächst einmal Verschiedenes testen und ausprobieren, ehe man hier Verpflichtungen eingeht. Doch manche Seiten sind gerade mit dieser Werbemethode sehr erfolgreich geworden.
Auf jeden Fall sollte man jede sich bietende Möglichkeit nutzen um von anderen Webseiten Links auf die eigene Seite zu erhalten. Am besten gratis oder im Tausch gegen einen Link auf die Partnerseite. Dafür gibt es eigene Link- und Bannertauschsysteme, die ebenfalls nicht uninteressant sind. Sowie so genannte „Affiliate-Systeme“ wie sie z:B. Amazon.com anbietet. Einem Webmaster stehen also in diesem Bereich viele Möglichkeiten offen.
Werbung in Suchmaschinen
In den Suchmaschinen sind zu jedem Suchbegriff auf den ersten Seiten neben den Ergebnissen auch Werbeeinschaltungen finden. Diese Werbung wird nach Klicks abgerechnet, die Kosten hängen vom der jeweiligen Suchmaschine ab und steigen mit der Popularität des Suchbegriffs.
Das System hat den Vorteil, dass man nur für tatsächliche Besucher zahlt. Der Nachteil besteht neben den laufenden Kosten darin, dass bezahlte Werbung leicht als solche zu erkennen ist und von vielen Surfern bereits gemieden wird. Vor allem in Europa, in den USA funktioniert sie etwas besser.
Die Rolle des "Webmasters"
Laufendes Controlling sichert den Erfolg und erfordert einen kompetenten Webmaster. Durch regelmäßige Beobachtung der Server- und Shopstatistiken und den Einsatz von speziellen Analyseprogrammen für das Besucherverhalten werden die Schwächen eines Projektes erkannt und ausgemerzt, bzw. Erfolgsfaktoren verstärkt. Die Beobachtung des Mitbewerbs gehört ebenfalls dazu, sowie die Nutzung aller Werbemöglichkeiten, die das Web bietet.
Ein guter e-Commerce Webmaster ist durchaus in der Lage, auch bei bereits erfolgreichen Projekten die Besucherfrequenz, die Performance (Effizienz) und letztendlich den Umsatz um weitere 10 bis 30% zu steigern.
Aktualität
Aktualität ist ebenfalls einer der wichtigsten Faktoren für die Nutzung des Internets zur Information oder für den Verkauf. Inhalte einfach aktualisieren zu können, Aktionen oder Sonderangebote schnell zu publizieren etc. ist das Um und Auf im e-Business.
Bei "herkömmlichen" Webseiten sind Änderungen oder Aktualisierungen meist entweder kompliziert oder kosten Geld. Daher wurden Content-Management-Systeme (CMS) für die einfache Wartung von Webseiten durch Nicht-Programmierer entwickelt. Mit CMS erstellte Seiten ermöglichen auch dem Laien schnelle und einfache Änderung von Inhalten. Daher sollte man für ein e-Commerce Projekt unbedingt auf ein CMS zurückgreifen.
Zusammenfassung
Geschäftlicher Erfolg im Internet ist machbar und kein Zufall. Webpromotion hat sich inzwischen zu einer eigenen Wissenschaft entwickelt und man tut gut daran, dafür Fachleute zu Rate zu ziehen, die ihr Handwerk wirklich verstehen. Denn solche Leute bringen im Endeffekt wesentlich mehr als sie kosten.
Top